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Konsensentscheidung: Verlassen der Aula abgelehnt!
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Dienstag 16.03.2010
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Nachdem Vertreter der Universität Wien am Montag, dem 15. März 2010 an die Studierendenbewegung herangetreten waren, um die freiwillige Räumung der im Januar zur Organisation der Proteste von der Universitätsleitung zur Verfügung gestellten Aula am Campus „vorzuschlagen“, wurde das „Angebot“ auf der heutigen spontan einberufenen Vollversammlung von knapp 100 Leuten EINSTIMMIG ABGELEHNT.
Die Universität hatte einen „Tausch“ der Aula gegen einen nur schwer auffindbaren 35qm–Raum angeboten und dies mit mehreren vorgeschobenen Argumenten unterlegt: die Aula sei zweckentfremdet worden, da während des Alternativgipfels dort ein Fest stattfand und Schlafplätze zur Verfügung gestellt wurden anstatt dort ausschließlich Bürotätigkeiten auszuüben, durch diverse „Beschmierungen“ seien Sachschäden entstanden, die temporäre NIG-Besetzung hätte die Vertrauensbasis zerstört bzw. gegen die Bedingungen der Aula-zur-Verfügung-Stellung verstoßen und: für einen am Wochenende geplanten Pharmakongress würde die Aula gebraucht werden, da der Universität keine alternativen Räumlichkeiten zur Verfügung stehen würden. Abgesehen von dieser lächerlichen Argumentation ist es offensichtlich, welche Strategie die Uni-Leitung verfolgt: angefangen mit der Räumung des Audimax über die Räumung des C1 sowie des Foyers wird jetzt ein noch kleinerer Raum zum Tausch angeboten. Damit will sie der Studierendenbewegung den Raum zur Kommunikation, Vernetzung und vor allem zur Protestplanung nehmen, um die Bewegung langsam zu zerreiben. Die heutigen Entscheidungen berücksichtigten diese heuchlerische Vorgangsweise sowie den Umstand, dass sich die Unileitung spätestens durch die Audimax-Räumung als Verhandlungspartner disqualifiziert hat. So wurde beschlossen, dass die Aula weiterhin behalten wird (und somit das Tauschgeschäft ausgeschlagen wird), die Universitätsleitung aufgefordert wird, uns den angebotenen 35qm-Raum zusätzlich (als Lager) zur Verfügung zu stellen, sofern sie ihn – wie es den Anschein hat – nicht benötigt sowie, dass am Freitag, dem 19. März ein Studi-Schanigarten vor der Aula eröffnet wird, um Studierenden Austausch- und Lernmöglichkeiten sowie leistbaren Kaffee etc. anbieten zu können. Für den Fall eines erneuten Angriffs von Seiten der Unileitung in Form einer Räumung der Aula wurde ein „Notfallplan“ erstellt. Das nächste Treffen der Studierendenbewegung wird morgen, Mittwoch, dem 17. März um 14 Uhr in der Aula am Campus (Durchgang Hof 1/Hof 2, nahe ÖH) stattfinden. Dort sollten beispielsweise zentrale Forderungen oder die Aufforderung an die Unileitung, das vollkommen unnötige und kostspielige sowie teilweise mit bedenklichen Methoden handelnde „Sicherheitspersonal“ abzuschaffen und die dadurch freigespielten finanziellen Mittel für eine Lohnerhöhung des Reinigungsdienstes zu verwenden, diskutiert werden. Die Uni brennt weiterhin! Themenverwandte Artikel Das Studierendennetzwerk Nazis raus aus der Uni – kurz Naradu genannt – ist im Sommersemester ... Die Antwort der Studierenden auf die von Wissenschaftsministerin Beatrix Karl angestrebten ... „Höbelt, Brauneder & Co – Nazis raus aus der Uni“ stand auf dem Transparent, mit dem 25 ... Die Besetzung des Audimax hatte im vergangenen Herbst eine einschlagende Wirkung auf die anderen ... Wie schon während der Proteste im Herbst, war die Berichterstattung über die Proteste während ... Die Proteste gegen die Feierlichkeiten der europäischen Bildungsminister anlässlich des ... Lehrende unterstützen Protesttage Im Vorfeld der zynischen Bologna-Prozess-Feierlichkeiten ... Nachdem bereits Lehrende der Technischen Universität Wien und der Fachhochschule Campus Wien das ... Die selbstgefällige Feier des zehnjährigen Jubiläums des Bologna-Prozesses in der Wiener Hofburg ... Kommt die Novelle mit den jetzigen Bestimmungen, dann kann damit bei einseitiger Auslegung jegliche ... |
