HomeÜber unsTermineLesestoffLinksGalerie


Ganzer Begriff:
Titelsuche:


Thema: Frauenrechte
Frauen im 21. Jahrhundert
Juni / 2006

"Behüte der Himmel, sie meinen es politisch!" reagierte man in der Fackel vom 2. Juli 1907 auf die Forderung von Frauen nach dem aktiven und passiven Wahlrecht. Weiters war da zu lesen, es werde den Männern nun nichts anderes übrig bleiben, als von der Regierung zu verlangen, dass auch ihnen endlich die Menstruation gestattet werde.…Nun ja, heute ist es zumindest für die meisten Menschen keine derartige Aufregung mehr, vor den Wahlurnen auf Frauen zu treffen.

Wie der Alltag sonst im Jahr 2005 für Frauen aussieht, ist hier in wenigen Punkten aufgezeigt. Dass die Liste aufs unüberschaubare erweiterbar ist, wird schnell klar. Der Kurier am 11.02. 2005 zeigt das Beispiel der ersten habilitierten Gerichtsmedizinerin Wiens (nach langem Kampf durften Frauen 1918 erstmals an die Unis).
  • Während 53% aller StudentInnen Frauen sind, so ist nur jedeR elfte ProfessorIn eine Frau!
  • Bereits im Februar 1916 traten Wiener MetallarbeiterInnen dafür ein, dass der Lohn der Frauen an den der Männer angepasst werden sollte. Die Realität fast 90 Jahre später: In Österreich klafft die Lohnschere bis zu 41% auseinander!
  • Am Arbeitsplatz, so neueste Erkenntnisse einer EU- Kommission, sind Österreichs Frauen an erster Spitze. Wobei? In ganz Europa konnte die Zahl von sexuellen Übergriffen nicht überboten werden! 81% von befragten Frauen gaben an, in ihrem Berufsleben ein oder mehrere Male gegen ihren Willen sexuelle Annäherungen erfahren zu haben (Quelle: Solidarität 876, Jänner 05). Besonders Betroffen: Lehrlinge und Frauen, die auf der untersten Hierarchiestufe arbeiten, so Gleichberechtigungsanwältin Ingrid Nikolay- Leitner. Der Grund: Sexuelle Belästigung wird als Machtinstrument eingesetzt. Doch nicht erst erwachsene Frauen sind von den frauenfeindlichen Auswüchsen dieser Gesellschaft betroffen.
  • 35% von jugendlichen Frauen sind von Vorformen von Essstörungen betroffen, Mädchen müssen sich an den Gesellschaftlichen Kodex für Aussehen halten.
  • Ein Viertel aller Polizeieinsätze kommen durch häusliche Gewalt zustande. Dabei sind zu 98% Prozent Frauen die Opfer. Dabei erstatten aber nur 5-10% aller von Gewalt betroffenen Frauen in Österreich Anzeige.
  • Von den 500 Leitern und Leiterinnen der größten Konzerne der Welt sind 4 weiblich und 496 männlich Wenn weibliche Berufstätigkeit von der österreichischen Regierung thematisiert wird, dann im Zusammenhang des kinderbedingten Ausstiegs... so GPA-Frauenvorsitzende
Erika Helscher.





Sende deinen Kommentar zu diesem Artikel an die Redaktion
 
Name (optional)
Email (optional)
Kommentar

Diese Seite ist KEIN Forum: Kommentare werden NICHT automatisch online gestellt. Sie werden an die Redaktion weitergeleitet und gegebenenfalls in der Printausgabe der Zeitung bzw. online veröffentlicht. Gebt ihr hier Namen und E-Mail Adresse an, werden wir euch in diesem Fall kontaktieren, ob wir euren Namen verwenden dürfen. Ansonsten - wie auch bei Kommentaren ohne Absender - kann der Text anonym veröffentlicht werden






Querverweise

In den letzten Jahrzehnten haben Frauen viel erreicht. Es gibt den  Mutterschutz, Gesetze ...


Themenverwandte Artikel

Väter, die nach der Trennung von der Mutter ums Kind kämpfen, finden besonders bei FPÖ und ÖVP ...

Frida Kahlo könnte uns kaum so begeistern, wäre sie tatsächlich nur  die leidende, ...

Uni-Campus Hof 4 (Spitalgasse 2) Diskussionsveranstaltung, Eintritt frei; bei Schönwetter unter ...

Was Frauen tagtäglich spüren, gibt es jetzt in Zahlen und Fakten gegossen: Erstmals seit 15 ...

Am 13. April fand der Equal Pay Day (Tag der Einkommensgleichheit) statt. Dieser soll darauf ...

Internationaler Frauentag: 8.März We want bread & roses too Alexandra Kollontai: ...

Einen wankelmütigen Kurs sah man Justizministerin Claudia Bandion-Ortner in den letzten Wochen zum ...

Endlich wird wieder Frauenpolitik gemacht. Ab 2010 soll ein neues Gleichbehandlungsgesetz die ...

Nach der Wiederwahl des liberal-konservativen EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso blieb ...

Zeitung online lesen
Abonnieren
Unterstützen
Kontakt
Impressum

Linkswende auf