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Österreich | Protest | Frauenrechte

Demo gegen rechten Gebetskongress:
»Abtreibung ist Frauenrecht!«


   
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Von 4. bis 8. Oktober 2012 veranstalten radikale Abtreibungsgegnerinnen und Abtreibungsgegner ihren, wie sie es nennen, »Gebetskongress« in Wien. Unter ihnen ist auch die reaktionäre Organisation Human Life International (HLI), welche dafür bekannt ist, Frauen aufzulauern, die sich für eine Abtreibung entschieden haben, und Psychoterror auf sie auszuüben.

Gegen den Auftakt des reaktionären Kongresses gingen rund 500 solidarische Menschen lautstark auf die Straße. Sie demonstrierten für das Recht auf Abtreibung, eine kostenlose Möglichkeit zum Schwangerschaftsabbruch, gratis Verhütungsmittel und die Verteidigung von Frauenrechten gegenüber Regierung und Kirche. Zentrale Anliegen waren auch der gleiche Lohn und gleiche Rechte für Frauen, eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich und eine flächendeckende, kostenlose Kinderbetreuung.

Stimmen von der Demonstration



Sarah hat Kultur und Sozialanthropologie studiert und erklärt: »Ich bin da, weil ich glaube, dass Abtreibung ein Frauenrecht sein muss, ein Recht, das man über viele Jahre hinweg erkämpft hat. Es ist in Österreich immer noch nicht so wie es sein sollte. Die Bestrafung von Abtreibung ist derzeit nur ausgesetzt. Ich bin da, weil das Recht einer jeden Frau sein muss, selber über ihren Körper zu entscheiden. Diesen Leuten, die gegen das Recht auf Abtreibung sind und Abtreibung verhindern wollen, denen muss man einen Gegenpol entgegensetzen und zeigen, dass das hier nicht geduldet wird.«

Heidrun arbeitet beim Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte: »Dieser »Gebets-Kongress« mit Unterstützung von österreichischen Politikern ist eine Katastrophe. Abgesehen davon gibt es eine totale Verschärfung des allgemeinen Klimas, in Richtung dahin, dass es wieder salonfähig wird, Abtreibung in Frage zu stellen. Es gibt immer noch kein Recht auf Abtreibung. Das ist völlig unzureichend. Dagegen muss man demonstrieren.«

Maurice studiert Volkswirtschaftslehre und Geschichte und kritisiert, dass sich auf dem Kongress jene Leute treffen, die »unter anderem auch dafür verantwortlich sind, dass Frauen verfolgt werden, wenn sie beispielsweise nach einem Schwangerschaftsabbruch nach Hause fahren.«

von Ludwig Sommer




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