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Protest | Arbeitskampf | Bildung | Kanada
Oktober - 2012 (Mo. 24.09.12) © Madoc Studio Nach einem Jahr von Demonstrationen, Generalstreiks und Kampf gegen die Notstandsgesetzgebung hat die Studierendenbewegung im kanadischen Quebec gesiegt: Die Erhöhung der Studiengebühren ist vom Tisch, das undemokratische »Loi 78« wieder abgeschafft. Seit fast einem Jahr hatten die Studierenden in Montréal und anderen kanadischen Städten gegen eine exorbitante Steigerung der Studiengebühren gekämpft. Die Proteste weiteten sich im Februar und März dieses Jahres auf einen Universitätsstreik aus, der durch die Beteiligung von Hunderttausenden für mehr als ein halbes Jahr den Lehrbetrieb und teilweise auch das öffentliche Leben lahm legte. Unterstützung kam auch von Nicht-Studierenden und aus den Nachbarschaften – vor allem nachdem der Premierminister ein unverschämtes Gesetz erließ, das jede Form von politischem Aktivismus kriminalisierte. Dass sich die Massen auch davon nicht beirren ließen, führte nun zum Erfolg: Nach der Wahl nahm die neue Premierministerin alle Regierungsangriffe restlos zurück. Die kanadische Autorin und Aktivistin Naomi Klein twitterte treffend: »Das ist der Grund, warum radikale Bewegungen so unbarmherzig lächerlich gemacht werden. Sie können gewinnen.« Zu allen Artikeln dieser Ausgabe Weiterführender Artikel:
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