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Österreich | Arbeitskampf

Oktober - 2012 (Mo. 24.09.12)    
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Als der Stahlrohrproduzent Schöller-Bleckmann Mitte des Jahres wieder den 4-Schicht-Betrieb einführen wollte, lehnten die Arbeiter dies ab. Es hätte dies nicht nur einen Angriff auf ihre Gesundheit und ihr Sozialleben bedeutet, sondern hätte auch eine Streichung von Wochenendruhen, Feiertagen und Überstundenentgelt zur Folge gehabt. Der Betriebsrat ließ die Arbeiter im Stich, und so entschlossen sie sich zu einer Abstimmung, bei der sich 18 der betroffenen 21 Arbeiter gegen die Pläne des Managements aussprachen. Daraufhin wurden 4 Arbeiter entlassen, von denen einer bei den letzten Betriebsratswahlen kandidiert hatte. Den anderen 14 Arbeitern wurde die Kündigung in Aussicht gestellt und man versuchte, mit ihnen neue Arbeitsverträge abzuschließen, die sie schlechter gestellt hätten. Um der Drohung Nachdruck zu verleihen, wurden 11 neue Arbeiter eingestellt. Die Belegschaft ließ sich jedoch nicht einschüchtern, wandte sich an die Öffentlichkeit und startete eine Unterschriftenkampagne für die Wiedereinstellung der entlassenen Kollegen. Diese klagten gegen die ungerechtfertigten Entlassungen. Zur Gerichtsverhandlung kam es jedoch nicht mehr – das Management lenkte ein, und die Arbeiter wurden

von Peter Herbst

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