Die Wirtschaftskrise hat die Kernländer des globalen Kapitalismus erreicht. Doch nicht nur das Kapital und die Krisen haben globale Ausmaße angenommen, sondern auch der Widerstand und der Kampf um eine Alternative zum Kapitalismus. Die Umbrüche in der arabischen Welt stellen die Frage, ob nach 1917 ein neuer revolutionärer Zyklus entsteht.
Alex Callinicos, britischer Marxist und Professor am King’s College in London, analysiert die arabischen Revolutionen vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung des arabischen Raums und der Radikalisierung des Neoliberalismus.
Christine Buchholz und Frank Renken spüren den Wurzeln der Herrschaft Assads in Syrien nach und analysieren die Protestbewegungen, die das Regime stürzen wollen.
Mahinur al-Masri, Journalistin und Mitglied der Revolutionären Sozialisten in Ägypten, berichtet von den Kämpfen der letzten Jahre, die auch Vorurteile zu arabischen Frauen über den Haufen geworfen haben – und erklärt die Strategien ägyptischer Revolutionärinnen.
Leandros Fischer diskutiert die Rezeption des arabischen Frühlings in der deutschen Linken im Hinblick auf die Ernüchterung angesichts der Wahlsiege der Islamisten und der Debatte über das revolutionäre Subjekt in den »Facebook-Revolutionen«.
Stathis Kouvelakis analysiert die massive Radikalisierung in Griechenland und geht der Frage nach, ob Griechenland nach den Wahlen auf eine vorrevolutionäre Situation zusteuert.
Dietmar Dath zeigt, wie man das vermeintlich Unmögliche in eine realistische Imagination verwandeln kann: den Verlauf der zukünftigen sozialistischen Revolution in Deutschland.
Texte von Sameh Naguib, Alex Callinicos und Anne Alexander Die Ägyptische Revolution: Sameh Naguib , Augenzeuge und führendes Mitglied der Revolutionären Sozialisten in Ägypten,…