Kundgebungen gegen Streikverbot bei Turkish Airlines |
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Heute fanden in Wien, Berlin, Frankfurt, Amsterdam, Zürich, Paris und London Kundgebungen statt, in Solidarität mit der Belegschaft der Turkish Airline THY. Nachdem vor eineinhalb Monaten die Kollektivvertragsverhandlungen scheiterten, sollte ein gesetzliches Schlichtungsverfahren zum Zug kommen. Vorsorglich wurde von der Regierung ein gesetzliches Streikverbot erlassen. Als in Reaktion darauf ein eintägiger Warnstreik abgehalten wurde, teilte die Geschäftsleitung 305 Mitarbeitern per SMS ihre Entlassung mit, wegen »Teilnahme an einer illegalen Aktion«. Eine Flugbegleiterin in leitender Funktion, erreichte die SMS etwa in New York. Wäre es nach dem Willen des Managements gegangen, wäre sie in New York zurückgelassen worden. Weil dies der Rest der Besatzung verweigerte, flog sie als Passagierin mit zurück, das Flugzeug blieb indessen unterbesetzt. Jetzt wird weiter gegen das Streikverbot gekämpft, das nicht nur internationale Abkommen, sondern auch die türkische Verfassung verletzt, und ein Angriff auf die arbeitende Bevölkerung als Ganzes ist. Des Weiteren wird die Wiedereinstellung der entlassenen Mitarbeiter gefordert, der Abschluss des Kollektivvertrags sowie die Einhaltung von internationalen Standards und Ruhezeiten der Kabinenbesatzung. Die Gewerkschaft des Luftfahrtsektors Hava-Iş erhielt bislang Solidaritätserklärungen aus Deutschland, Holland, Großbritannien und der Schweiz. von Peter Herbst Protest-Mails an: Türkischer Präsident: Abdullah Gül: cumhurbaskanligi@tccb.gov.tr Türkischer Ministerpräsident R.T. Erdoğan: ozelkalem@basbakanlik@gov.tr Solidarität-Mails: Hava-İş: havais@havais.org.tr |
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