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Österreich | Rechtsextremismus | Demokratie | Korruption
Juli/August - 2012 (Di. 19.06.12) Rechte Recken mit Dreck am SteckenSeit Jahrzehnten sorgt die FPÖ für Skandale, verbreitet den ekelhaftesten Rassismus und suhlt sich in NS-Traditionen. Überflüssig zu sagen, dass es jetzt reicht, denn es reicht schon seit geraumer Zeit. Die Frage ist nur, wie lange wir uns diese gefährliche Zumutung von einer Partei noch gefallen lassen. Deutschnationale Burschenschafter und ausländerfeindliche Karrieristen finden sich in der FPÖ zusammen um gemeinsam ein, im Grunde faschistisches, Projekt voranzutreiben. Wie ignorant kann man sein, wenn man der FP ihr Saubermann-Image abnimmt, wo doch gerade aus ihren Reihen die korruptesten und frechsten Selbstbereicherer hervorgegangen sind. Wie kann noch irgendjemand auf die Selbstinszenierung der Blauen als »Partei des kleinen Mannes« hereinfallen, wo Strache und seine Kumpanen bei jeder Gelegenheit auf der Seite der Unternehmer und gegen die arbeitenden Menschen stehen. Es ist kein Zufall, dass in der Person von Martin Graf Nazi-Sympathien mit fragwürdigen Geldgeschäften und einem hohen Amt im Staat zusammenfallen. Die anderen Parteien scheinen die FPÖ immer noch als eine »normale Partei« wahrzunehmen, als wäre es nicht offensichtlich, dass die Dynamik der FPÖ weg von der Demokratie und hin zu einem autoritären System führt. Im Dunstkreis der FPÖ bereichern sich einige schamlos, während die Partei das poltische Klima vergiftet und ihre Fans immer öfter zu brutaler Gewalt greifen. Gemeinsam mit den Nazis der griechischen »Goldenen Morgenröte«, der ungarischen »Jobbik« oder dem »Front National« in Frankreich profitieren sie von der Polarisierung, die die Wirtschaftskrise in ganz Europa mit sich bringt. Wie in jeder Krise wittern Faschisten Morgenluft und kommen aus ihren Löchern gekrochen um gegen Minderheiten, Demokratie, Linke und Gewerkschaften loszuschlagen. In Österreich haben wir die Situation, dass die Rechten womöglich sogar stärkste Partei bei den nächsten Wahlen werden. Eine FPÖ in der Regierung bedeutet hemmungslos rassistische Gesetze, Sozialabbau und wohl noch mehr Korruption. Wie schon im letzten Wahlkampf wird es für uns wieder darauf ankommen, jeden Propaganda-Stand, jede islamfeindliche Pseudo-Bürgerinitiative, jede hetzerische Wahlveranstaltung zu konfrontieren. Unsere Erfahrungen von Aktionen vor der Lugner-City, auf der Favoritenstraße oder in der Hanson-Siedlung haben uns eines gezeigt: Die vielen Gegner und Gegnerinnen der FPÖ warten nur auf ein Angebot um den Blauen laut und selbstbewusst zu sagen, was Sache ist: Die FPÖ ist der Feind der einfachen Leute, die FPÖ hat in Wahrheit kein Konzept außer die Menschen gegeneinanderzuhetzen und – nicht zu vergessen – sie ist ein Zusammenschluss von Abzockern der übelsten Sorte. von Tom D. Allahyari Zu allen Artikeln dieser Ausgabe Weiterführender Artikel:
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