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Krieg | Nahost-Konflikt | Deutschland
Juli/August - 2012 (Di. 19.06.12) Israelisches Dolphin-U-Boot „Leviathan“ © Y. Kaatz Laut »Spiegel« werden drei bereits gelieferte U-Boote der »Dolphin«-Klasse in Israel mit nuklear bestückten Marschflugkörpern ausgerüstet. Drei weitere Schiffe sollen bis 2017 übergeben werden. Deutschland übernimmt mit 135 Millionen Euro nicht nur ein Drittel der Kosten, sondern stundet auch den israelischen Anteil bis 2015. Damit tritt wieder einmal die Tatsache ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit, dass Israel, vom Westen massiv aufgerüstet, die einzige Atommacht im Nahen Osten ist – eine Atommacht, die bisher den Beitritt zum Atomwaffensperrvertrag sowie jegliche internationale Kontrolle verweigert. Wie sehr war Günther Grass attackiert worden, als er mit seinem Gedicht darauf aufmerksam machte, dass die atomare Hochrüstung Israels eine Gefahr für den Frieden darstelle. Jetzt erkennen auch einige Mainstream-Medien, dass Waffenexporte an eine israelische Regierung, die einen Krieg für unausweichlich hält, unverantwortlich sind. Der Skandal um Panzer, die 2011 aus Deutschland an Saudi-Arabien geliefert worden waren, zeigt recht deutlich, dass die Profite der Rüstungsindustrie mit der Unterstützung befreundeter Regimes Hand in Hand gehen. Bei Israel kommt noch ein Faktor dazu: Völlig falsch verstandener Antifaschismus. Während in Deutschland Nazis morden und der BND eine zweifelhafte Rolle spielt, wird Israel atomar aufgerüstet, um die Verbrechen des Holocaust gut zu machen. Statt der legitimen Forderung nach einem atomwaffenfreien Nahen Osten, die auch jüdische Organisationen erheben, rüstet der Westen seinen Flugzeugträger Israel nuklear auf. Über Angela Merkels naive Bitten, als Gegenleistung den Siedlungsbau einzufrieren, konnte Benjamin Netanjahu nur herzlich lachen. von Tom D. Allahyari Zu allen Artikeln dieser Ausgabe Weiterführende Artikel:
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