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Österreich | Protest | Frauenrechte
Augenzeuginnenbericht aus der Zeltstadt der Frauen Simone de Beauvoir lag richtig: »Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen. Sie bekommen nichts.« Am 12. Mai forderten Frauen ein, was ihnen zusteht! Mit über 60 Zelten und zahlreichen frauenpolitischen Forderungen wurde bei der »Zeltstadt der Frauen« die Wiener Ringstraße besetzt. Veranstalterin war die Plattform 20000frauen, die im Vorjahr die große Frauendemonstration zum 100. Internationalen Frauentag organisiert hatte. Trotz des schlechten Wetters waren viele Frauen aus Wien und auch den Bundesländern gekommen, um ihren Protest sichtbar auf die Straße zu tragen. In den einzelnen Zelten fanden spannende Diskussionen zu Themen wie Bildung, Migration, soziale Umverteilung und Sexualität statt. Internationale Solidarität und VielfaltDie Zeltstadt der Frauen bezog sich auch auf die Zeltstädte der globalen Bewegungen in Griechenland, Spanien, USA, Ägypten, ... Zwei Frauen aus Griechenland und Spanien berichteten von ihren Kämpfen gegen das Spardiktat und für Frauengleichstellung. Sehr gut besucht waren aber auch Veranstaltungen zu lokalen Themen, wie dem Wiener Prostitutionsgesetz und seinen schlimmen Folgen. Unter den teilnehmenden Organisationen waren etwa der Österreichische Frauenring, Amnesty International, die Jungen Musliminnen Österreichs, Migay oder Linkswende. Qualität statt Quantität»Es herrschte den ganzen Tag ein reges Kommen und Gehen, aufgrund der Wettersituation konnten leider einige Programmpunkte nicht stattfinden, aber wir sind es gewohnt, dass uns die Verhältnisse wie kalter Wind entgegenwehen«, so Petra Unger, Sprecherin der Plattform 20000frauen. Alle, die bis am Abend durchhielten, konnten einen musikalisch wunderschönen Ausklang feiern. Künstlerinnen hatten schon den ganzen Tag über wertvolle Beiträge eingebracht. Neben vielen Zelten von Einzelfrauen beeindruckte die Vielfalt der Organisationen. »Dass sich über 60 Organisationen beteiligt haben, zeigt, dass es eine große Bandbreite von Anliegen gibt«, so Unger weiter. Plattform 20000frauen macht weiter!Trotz aller Mühen, des politischen Gegenwindes und des Schlechtwetters, machte die Plattform in der ersten Reaktion klar: »Weil wir an die Kraft, Solidarität und Schönheit von Frauen glauben, werden wir (die Frauen der Plattform 20000frauen) nicht aufhören, Frauen zu mobilisieren, Aktionen zu entwickeln und gegen frauenfeindliche Politik zu kämpfen, Bildungs- und andere Veranstaltungen zu organisieren, im öffentlichen Raum zu agieren, Zeitung zu machen und – trotz der Verschiedenheiten und des Trennenden zwischen uns – konstruktiv die Zusammenarbeit zu suchen und zu ermöglichen. Dafür arbeiten wir auch viel zu gerne zusammen, sowohl der Kreis der Aktivistinnen der Plattform als auch unsere Kontakte zu Frauen in allen Bundesländern erweitern sich laufend.« Das nächstes Plenum der Plattform findet am Montag, 21. 5., 18.00 Uhr im Kosmos-Theater statt. Weiterführende Artikel:
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