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Nur Titel

Mai - 2012    
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Die neuerliche Explosion der Studierendenproteste ist in mehrfacher Hinsicht ein Ereignis von unschätzbarer Bedeutung. Alle Welt signalisiert den Studierenden der »Internationalen Entwicklung« (IE), denen das Bachelor-Studium einfach so gestrichen werden sollte: »Jeder Widerstand ist zwecklos!« Und sie taten daraufhin das einzig Richtige: Sie leisteten Widerstand mit maximalen Mitteln und besetzten an einem Tag das Rektorat der Universität, Hörsäle im Neuen Institutsgebäude und das Audimax. Dabei waren sie nicht auf sich alleine gestellt und haben das hartnäckige Gerücht, dass die Kampfbereitschaft der Studierenden gebrochen worden sei, widerlegt. Auf Rektor eiskalt gegenüber Studierenden und Unibrennt reloaded? – Wie Druck weiter aufbauen beschreiben wir, was die Demonstranten hier geleistet haben, welcher Monsteraufgabe sie sich stellen und welche Strategien jetzt zur Diskussion stehen. Sie haben mit ihren Aktionen außerdem Rektor Engl dazu gebracht sein wahres Gesicht zu zeigen. Wir haben ihn kurzerhand ins Visier genommen.

Sehr selbstzufrieden gaben sich diesen Monat viele Regierungschefs wegen überraschend guter Wirtschaftsdaten. Die Erholung wird aber wohl nur kurz wirken, denn sie basiert in erster Linie auf der Überflutung der europäischen Banken mit billigen Krediten – im Wert von über einer Billion Euro – durch die Europäische Zentralbank (EZB). Dies und der Deal, den die griechische Regierung mit der EU-Troika abgeschlossen hat, hat etwas Zeit erkaufen können. Außerdem sind die guten Wirtschaftsdaten einer neuerdings noch größeren Kluft zwischen niedrigen Löhnen und hohen Profiten zu »verdanken«. In den Artikeln Fiskalpakt: Zum Sparen gezwungen und Droht erneut der Wirtschaftsabschwung beleuchten wir diesen Scheinaufschwung.

Im Theorieartikel widerlegt Katharina Litschauer moderne Mythen um das liebe Geld und spürt neue Versionen der Zinsknechtschaftstheorie auf, die bei Anarchisten und bis hin zur extremen Rechten sehr beliebt waren und sind.

Wie instabil die Weltordnung geworden ist, seit die USA 2001 in Afghanistan einmarschiert sind, beschreiben wir im Artikel Droht Krieg gegen den Iran.

Die medialen Angriffe auf Günter Grass aufgrund seiner öffentlich ausgedrückten Sorgen darüber, dass Israel den Iran angreifen könnte, machen deutlich, wie unverbesserlich die Kriegsbefürworter trotz aller Rückschläge weitere Kriege im Mittleren Osten herbeisehnen. Im Artikel Vergessene Geschicht 27: Iran Irak Krieg 1980 – 1988 erinnern wir daran, wie der Einmarsch der irakischen Armee in den Iran 1980 den progressiven Kräften den entscheidenden Dolchstoß versetzte und Ayatollah Khomeini erlaubte die Opposition abzuschlachten. Daraus haben die Kriegstreiber von heute leider nichts gelernt.

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