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Krieg | USA | Nahost-Konflikt | Iran

Mai - 2012    
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Ja, weil:


  • Israel kämpft verbissen gegen den Verlust seiner atomaren Monopolstellung im Nahen und Mittleren Osten und gegen den Verlust seiner Glaubwürdigkeit.
  • Die USA, die sich derzeit gegen einen Angriff auf den Iran aussprechen, profitieren von der Angst vor ihrer Unberechenbarkeit.
  • Während des amerikanischen Wahlkampffinales könnte die Stimmung in den USA stark auf einen Angriff einschwenken. Das kann auf den amtierenden Präsidenten Barack Obama entscheidenden Einfluss haben.

Nein, weil:


  • Ein Krieg gegen den Iran, egal wie begrenzt oder wie erfolgreich, wäre ein enormes Risiko für den freien Schiffsverkehr im Persischen Golf, durch den täglich 40% der weltweiten Ölexporte verschifft werden. Der Ölpreis könnte ums Mehrfache steigen.
  • Weder die amerikanischen noch die israelischen Militärs rechnen damit, das iranische Atomprogramm gänzlich beenden zu können.
  • Die US-Kriege gegen Afghanistan und Irak gelten als gescheitert und haben den USA riesigen Schaden zugefügt. Der Iran gilt als viel besser ausgerüstet und schwieriger zu besetzen als der Irak. Die US-Armee ist an den Grenzen ihrer Einsatzfähigkeit.
  • Die USA sind seit ihren militärischen Rückschlägen gezwungen sich verstärkt um die Eindämmung des größten Konkurrenten China zu kümmern und konzentrieren ihre militärischen Anstrengungen deshalb auf den pazifischen Raum.
  • Den Iran nur aus der Luft anzugreifen, ohne mit Bodentruppen zahlreiche Schlüsselpositionen der iranischen Armee einzunehmen, macht militärisch wenig Sinn. Es ist nicht einschätzbar, wie lange die US-Armee dann in einem Krieg gebunden wäre.
  • Israel könnte einen Angriff gegen den Iran nur beginnen, aber niemals zu Ende führen. Daher wird Israel kaum einen Alleingang wagen und damit riskieren vom Westen fallen gelassen zu werden.


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