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Februar - 2012 (Di. 14.02.12)    
       


© Karim Brikci-Nigassa

Nach ersten Streiks gegen die große Koalition im Dezember organisierten die belgischen Gewerkschaften Ende Jänner einen weiteren Generalstreik. Bestreikt wurden öffentliche Verkehrsmittel, Häfen, Postämter, Schulen, Krankenhäuser, Gefängnisse, Geschäfte, Restaurants und Fabriken wie von Coca Cola, Audi und Volvo. Straßen und Grenzübergänge wurden blockiert. Streiks auf Flughäfen führten dazu, dass die Flüge von Teilnehmern eines EU-Gipfels auf einen Militärflughafen ausweichen mussten. Während auf dem Schuman-Platz vor dem Gebäude des Europäischen Rates statt einem Fiskalpakt ein Solidaritätspakt gefordert wurde, herrschte auch im Ratsgebäude streikbedingt eingeschränkter Betrieb. Die drei größten Gewerkschaften CSC, FGTB und CGSLB hatten zu diesem Streik aufgerufen, was in dieser Einigkeit das letzte Mal 1993 geschah (über 50 % der Arbeitnehmer sind gewerkschaftlich organisiert). Protestiert wird gegen ein Sparpaket in Höhe von 11 Milliarden Euro und Einschnitte bei den Pensionen. Nachdem Belgien seit den Wahlen im Juni 2010 ohne Regierung war, bildete sich am 5. Dezember 2011 eine Koalition aus sechs Parteien, bereits am 22. Dezember wurden die Pensionskürzungen beschlossen.




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