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Februar - 2012 (Di. 14.02.12) © linkswende.org (Peter Herbst)
Anfang Februar riefen die Gewerkschaften GPA-djp und vida zu Protesten auf, an denen sich österreichweit über 6.000 Menschen beteiligten. Zweck war Aufmerksamkeit auf die Situation der Beschäftigten in den Sozial- und Pflegeberufen zu lenken. Seit Dezember laufen Kollektivvertragsverhandlungen mit der Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- & Sozialberufe (BAGS). Deren Angebot liegt bei 3,05 % und somit unter der Teuerungsrate. Die Gewerkschaftsseite fordert 4,1 % und stellt eine Reihe weiterer Forderungen wie Erhöhung des Kilometergeldes, eine verbesserte Anrechnung von Vordienstzeiten, die Berücksichtigung von Eltern- und Hospizkarenz bei Vorrückungen im Lohn- und Gehaltsschema und die Bezahlung der tatsächlich geleisteten anstatt bloß der im Vertrag angegebenen Dienstzeiten. Betroffen sind 100.000 Menschen. Dazu kommen 10.000 Beschäftigte bei der Caritas, deren Kollektivvertrag sich am BAGS-KV orientiert und deren KV-Verhandlungen ebenfalls auf der Stelle treten. Gewerkschaften und Beschäftigte halten es für durchaus möglich, dass es zu keinem Einlenken der Arbeitgeberseite kommt und zeigen sich kämpferisch. Bis zur dritten Verhandlungsrunde Ende Februar fanden eine Reihe von Protestveranstaltungen vor den Zentralen einzelner Vereine und Betriebe statt, darunter zum Beispiel der Sozial Global AG, des Kuratoriums der Wiener Pensionistenwohnhäuser, des Hilfswerks Österreich und der Volkshilfe Österreich.
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