link
Linkswende Logo
Logo Untertitel
         
Nur Titel
Protest | Staatsgewalt | Revolution | Afrika

Februar - 2012    
  eMail

Die kämpferischen Fußballfans der Clubs Al-Ahly, Zamalek oder Ismaily hatten sich in den Tagen der Kämpfe zusammengeschlossen und sich als Speerspitze der Revolution erwiesen. Mit Steinen und Molotowcocktails verteidigten sie die Kundgebungen auf dem Tahrir-Platz. An Tränengas und Polizeiknüppel waren sie bereits gewöhnt – und nicht nur aus dem Stadion: Schon 2010 haben Ultras an den Protesten nach der Ermordung des Bloggers Khaled Said teilgenommen, den die Polizei zu Tode geprügelt hatte.

Für ihren Mut und ihre Entschlossenheit hat sich die alte Mubarak-Garde nun gerächt und inszenierte das Massaker im Stadion von Port Said. Der Ultra und Revolutionäre Sozialist Mostafa Fouly berichtet, wie die Polizei dort als Komplize der Regierungsschläger agierte und die Ermordung von 75 Al-Ahly-Ultras ermöglichte. Fans aller Clubs versammelten sich am Tag darauf in Kairo und marschierten zum Innenministerium. Sie wurden von der Polizei mit scharfer Munition und Tränengas angegriffen. Aktivisten vor Ort meinen, es sei das Wichtigste, dass jeder Angriff auf die Revolution, sei es das Aufeinanderhetzen von Christen und Muslimen oder die Ermordung der Ultras, mit Widerstand und Solidarität beantwortet wird.

Zu allen Artikeln dieser Ausgabe


  eMail