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Protest | Staatsgewalt | Revolution | Afrika | Ägypten
In Verteidigung der Ultras:
Ihre Botschaft – unsere Antwort! Fr. 03.02.12 Zeitung der Revolutionären Sozialisten in Ägypten: Die Titelseite zeigt Ultras, die nach dem Massaker von Port Said durch Kairo marschieren. Statement der Revolutionären Sozialisten in Ägypten zum »Fußball-Massaker« von Port SaidWas für ein Signal sollte das Verbrechen senden, das gegen die Ahly-Ultras begangen wurde und bei dem über 75 Märtyrer starben? War das Ziel, die Kräfte und Gruppen, die an der Revolution teilnahmen und die sich weiterhin dem regierenden Obersten Militärrat widersetzen, zu bestrafen? Dieses Verbrechen geschah am Jahrestag der »Kamelschlacht« (der Tag, an dem Mubarakanhänger die Revolutionäre am Tahrir-Platz mit Kamelen und Pferden angriffen, aber zurückgeschlagen wurden, Anm.) – Sollte es zeigen, dass diejenigen, die für diesen Angriff verantwortlich waren, immer noch Macht und Einfluss haben und weiterhin Verbrechen begehen können? War die Botschaft dieses Verbrechens, nur wenige Tage nachdem der Ausnahmezustand aufgehoben wurde, dass es ohne die eiserne Faust der Notstandsgesetze keine Sicherheit geben wird? Oder war es das Ziel, das Schreckgespenst von Chaos und dem Untergang Ägyptens heraufzubeschwören, nachdem die revolutionären Kräfte es geschafft hatten, den Ruf der Revolution zu schützen und die Falschheit dieser Szenarien aufzuzeigen? Welche Botschaft auch immer dieses Verbrechen in sich trug, die Antwort der revolutionären Kräfte war laut und klar: Nein! Verbrechen, die gegen die revolutionären Kräfte begangen werden, werden weder die Revolution aufhalten noch die Revolutionärinnen und Revolutionäre einschüchtern. Die Drahtzieher der »Kamelschlacht«, die vom Militärrat beschützt werden, werden keinen Erfolg feiern. Sie werden so kläglich scheitern, wie sie das erste Mal versagt haben, und genau wie das Mubarak-Regime werden sie und das Militärregime in den Abgrund stürzen. Der Ausnahmezustand, der Mubarak nicht vor der Revolution schützen konnte, wird Feldmarschall Tantawi auch nicht schützen können. Das Komplott war lausig ausgebrütet. Es konnte die schamlose Beihilfe der Polizei, die stundenlang dem Gemetzel und Morden tatenlos zusah und nicht einmal versuchte, die Opfer zu schützen, nicht verbergen. Die einzige Lektion für die Revolutionäre ist, dass die Revolution weitergehen und ihr Ziel erreichen muss, nämlich das von Mubarak etablierte Regime, dessen Kern das Militär und sein Oberster Rat sind, die ihn beschützt haben und auch noch immer beschützen, zu beseitigen. Die Fußballfans der Ultras, die sich früh der Revolution angeschlossen haben und zusammen mit den Revolutionären gekämpft haben, haben bewiesen (und beweisen es noch Tag für Tag), dass sie ein integraler Bestandteil unserer Revolution sind. Die Ultras traten in Ägypten als Reaktion auf die Vorherrschaft kapitalistischer Profitgier im Fußball auf, aus Protest dagegen, dass Fußball zu einem Marktplatz für Werbung wurde, gegen steigende Ticketpreise und das Monopol über die Ausstrahlung der Spiele sowie die Brutalität der Sicherheitskräfte. Auf diese Weise formten sich die ägyptischen Ultras-Gruppen – wie alle anderen Bewegungen, die sich in Ägypten gebildet haben – als Antwort auf Tyrannei und Ausbeutung. Es war keine Überraschung, dass die Ultras-Fangruppen ihren Platz im Herzen der ägyptischen Revolution auf der Suche nach Freiheit und Gerechtigkeit gefunden und alle Opfer unserer militanten Revolution erbracht haben. Sie haben die Vereinnahmung der Revolution durch den Militärrat und den damit einhergehenden Wiederaufbau eines Systems von Unterdrückung und Ausbeutung verweigert. Das Verbrechen, das am Jahrestag der »Kamelschlacht« stattfand, ist der erneute Versuch, die revolutionären Kräfte zu untergraben, nachdem die Strategien der Diffamierung, Unterdrückung und des Terrors darin versagt haben, die Revolutionäre von ihrer Revolte abzubringen. Die Revolutionären Sozialisten und die Ultras stellen sich gegen dieses Verbrechen und fordern alle revolutionären Kräfte dazu auf, sich zu vereinen und sich gemeinsam gegen jeden Versuch, die Revolution zu untergraben, zu stellen.Nachdem die Verschwörung des Port Said Stadions aufgedeckt wurde, ist unsere erste Forderung die Bestrafung der Täter und derer, die tatenlos zugesehen haben. Lang leben die Ultras, eine kämpfende Fraktion der Revolutionärinnen und Revolutionäre. Ruhm den Märtyrern, Sieg der Revolution und Schande über die Verbrecher! Die Revolutionären Sozialisten, 2. Februar 2012Übersetzung aus dem Englischen: www.socialistworker.co.uk/art.php?id=27432 Original: www.e-socialists.net/node/8226 Weiterführender Artikel:
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