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Öffentliches Gruppentreffen: »Entfremdung im Kapitalismus und ihre Überwindung«
Selbstbestimmt leben?
Die Entfremdung im Kapitalismus und ihre Überwindung
Kapitalismus ist in einer tiefen Krise. Jetzt spüren viele, dass weltweit Profite vor Menschen gestellt werden und empfinden es als Bedrohung der eigenen Existenz.
Sie glauben den Versprechungen der Banken, Großkonzerne und Regierungen nicht mehr. Es wächst eine breite, diffuse Stimmung gegen die alles dominierende Kapitalherrschaft. Trotzdem fehlt den meisten Menschen ein Ansatzpunkt für konkretes Handeln. »Ich selbst kann doch eh nichts verändern, Wir sind doch nur alle kleine Rädchen in dieser unbezwingbaren Maschinerie. Wo soll ich denn bloß anfangen gegen die Ungerechtigkeiten zu kämpfen?« Die Wut über die herrschenden Verhältnisse schlägt so in Resignation um. Wie kommt es zu diesem mangelnden Selbstbewusstsein?
Hilfreich zu Klärung dieser Frage ist Marx’ Theorie der Entfremdung. Sie beschreibt, was den Menschen zum Menschen macht und wie Kapitalismus das menschliche Leben in allen Bereichen deformiert. Marx sieht die Arbeit als das Wesen des Menschen. Der Mensch macht seine Lebenstätigkeit selbst zum Gegenstand seines Wollens und seines Bewusstseins. Der Mensch ist Produzent – Produktion als grundlegendste menschliche Tätigkeit – als Fundament der Gesellschaft.
In einer kapitalistisch orientierten Gesellschaft kommt es allerdings zur Entfremdung der Arbeit. Aufgrund der Lohnabhängigkeit ist die übergroße Mehrheit gezwungen, seine/ihre Kraft und Fähigkeiten zu verkaufen und daraus erfolgt der Verlust von Kontrolle über die Produktion. Eine winzige Minderheit kontrolliert die Produktion der Mehrheit. Durch den Verlust der Kontrolle aufgrund seiner Abhängigkeit vom Lohn, wird dem Menschen aber auch die Kreativität genommen. Das führt dazu, dass die Arbeit als Gestaltung der menschlichen Natur – wie sie Marx bezeichnet – dem Menschen entfremdet ist. Im Kapitalismus wird alles zur Ware.
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Weiterführender Artikel:
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Theorie: Entfremdung im Kapitalismus
Wir leben in dem Glauben und Bewusstsein, dass sich das Geschehen in dieser Welt unserer Kontrolle entzieht. Hätten wir die Macht dazu, die überwältigende Mehrheit der Menschen würde nicht…
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Vorbei: Di 17.1.12 - 19:00 Neues Institutsgebäude (NIG) Powi-Kammerl 2. Stock (zum Stadtplan)
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