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Jänner/Februar - 2012 (Do. 12.01.12)
Anfang Februar ist der erste Schritt zur Betriebsratsgründung. Begonnen hatte der mühsame Kampf dafür vor über einem Jahr. Ein neuer Vertrag für die Beschäftigten, mit zum Teil massiven Verschlechterungen, machte im Auftrag des Trägers die Runde in den Kindergruppen. Ein als kritisch und solidarisch bekannter Betreuer bemerkte die negativen Folgen bei Durchsicht des Vertrages. Er beriet sich mit Betriebsrätinnen aus anderen Kinderbetreuungseinrichtungen und der Gewerkschaft GPA-djp. Später organisierte er eine Informationsversammlung für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen. Dabei sprachen viele zu ersten Mal öffentlich ihre Unzufriedenheit mit der bestehenden Arbeitssituation und den Unmut über weitere Verschärfungen aus. Aus Angst vor Arbeitsplatzverlust hatten einige sich nicht mal darauf bestehen getraut, dass rechtliche Mindeststandards eingehalten werden. Die Angestellten fühlten sich schutzlos, da für eine Betriebsratsgründungen die Zahl der Beschäftigten in den einzelnen Kindergruppen meist zu gering war. Formuliertes Ziel war daher Wege zur Betriebsratsgründung für alle zu finden. Bisher inaktive Kolleginnen und Kollegen wurden angesprochen und viele Informationen eingeholt. Als erster Erfolg konnte der Vertrag auf Eis gelegt werden. Hinzugezogene Arbeitsjuristen erkannten den Trägerverein, nicht die einzelnen Kindergruppen, als Arbeitgeber im juristischen Sinn. Damit war der Weg frei für den nächsten Schritt. Die Hartnäckigkeit und Entschlossenheit der Kollegen macht nun die Wahl von Betriebsräten (mit Kündigungsschutz!) für alle in verschiedenen Betreuungseinrichtungen möglich. Gratulation!
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