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Jänner/Februar - 2012 (Do. 12.01.12)    
       


© Ddp

Dass es in Oberösterreich eine starke Szene von Rechtsradikalen gibt, zeigt sich leider immer wieder deutlich: Schmieraktionen mit menschenverachtenden Parolen und Hakenkreuzgraffiti an den Mauern der Gedenkstätte Mauthausen, lokalen Bahnstellen und Flüchtlingswohnheimen waren und sind trauriger Alltag. Nun ereigneten sich in den letzten Wochen im Bezirk Perg gehäuft Vorfälle dieser Art, deren Höhepunkt wiederholte Morddrohungen eines Neonazis gegen ausländische Frauen darstellte. Zitiert wird er etwa mit der Aussage: »Wegen euch sperren wir eh wieder Mauthausen auf. Solche Negerhuren gehören lebendig vergast … Ich komme wieder und stech euch alle ab.« – Als ob der Vorfall nicht bereits an sich skandalös genug wären, empört vor allem das Vorgehen der Polizei in dieser Causa. Obwohl der Neonazi bekannt und seine Morddrohungen mehrfach belegt sind, beschränkt sich die Exekutive darauf, die Vorfälle als »persönliche Auseinandersetzung« zu verharmlosen und den Neonazi damit de facto zu decken. Inspirierend ist jedoch, wie die lokale Bevölkerung sich entschieden gegen den Naziterror zu organisieren beginnt. Wir unterstützen ihre Forderung: »Schluss mit der Verharmlosung!«

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