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Jänner/Februar - 2012 (Do. 12.01.12)    
       



Diese Ausgabe steht im Zeichen eines der größten Skandale der österreichischen Politik: Der Ball des Wiener Korporationsrings – der rechtsextremen bis neofaschistischen Burschenschaften – darf Jahr für Jahr in der Hofburg, einem offiziellen Repräsentationsgebäude der Republik, stattfinden. Die Botschaft ist: Die Republik hat nichts gegen Nazis! Heuer kommt es zu einer besonderen Provokation: Die Burschenschafter feiern am 27. Jänner, dem offiziellen Holocaust-Gedenktag. Am 27. Jänner 1945 erreichte die Rote Armee Auschwitz und befreite die letzten Überlebenden. Angesichts dessen wollen wir an die heldenhaften österreichischen und polnisch-jüdischen Widerstandskämpfer gegen die Nazis erinnern.

Ebenfalls findet sich ein Artikel über das wichtigste FPÖ von Anders Breivik bis zur FPÖ: Islamfeindlicher Rassismus. Ergänzend berichten wir über aktuelle Nazi-Umtriebe, die kürzlich von Internetaktivisten aufgedeckt wurden.

In unser »Visier« ist diesmal der österreichische Geheimdienstchef Peter Gridling geraten, unter anderem aufgrund der Verniedlichung von aktuellen Naziverbrechen. Bei der Verniedlichung bleibt es aber nicht: Wir müssen auch darauf aufmerksam machen, dass bei uns – wie in Deutschland – der Staatsapparat selbst von Neofaschisten unterwandert ist. Unsere Ideen für eine effektive antifaschistische Bewegung beschreiben wir auf in diesem Artikel.

Der zweite Strang dieser Ausgabe ist den scheinbar zusammenhanglosen Kürzungen gewidmet, denen sich Betroffene allerorts in Europa gegenübersehen. Wir argumentieren, wie man sich dagegen wehren kann. Weiters zeigen wir auf, wie viel Geld in Bankenhilfe verschwendet wurde und wo die Regierung gedenkt es sich zurückzuholen.

Als Beispiele für großartige Erfolge durch Widerstand von unten – im Besonderen durch Frauen – berichten wir über einen Streik, der von Arbeiterinnen in den USA im Jahr 1912 heroisch geführt wurde. Er dürfte euch aufgrund des folgenden Slogans bekannt sein: »We Want Bread And Roses Too!«

Überall auf der Welt sind Menschen gewillt für mehr Gerechtigkeit zu kämpfen – der Einsatz lohnt sich. Der Information und Inspiration sollen diese Berichte dienen.

Schließlich bringen wir auf der Rückseite der Zeitung Berichte aus Italien, Ungarn und Serbien, die aufzeigen wohin uns der Weg führen kann, wenn wir nicht konsequent gegen die Sparpolitik kämpfen. Am Beispiel Griechenlands stellen wir die mögliche Alternative eines EU-Ausstiegs von unten vor, der einen Einbruch des Lebensstandards verhindern kann.

von Manfred Ecker

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