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Jänner/Februar - 2012 (Do. 12.01.12)    
       


Sameh Naguib ist führendes Mitglied der Revolutionären Sozialisten in Ägypten
© Ahram

Die Revolutionären Sozialisten (RS) hatten eine führende Rolle bei den Sit-Ins im November und Dezember gespielt. Studierenden-Aktivisten und -Aktivistinnen der RS halfen mit gigantische Demos an der Kairo-Universität und der Ain Shams-Universität aufzubauen und organisierten Solidarität mit der Streikbewegung.

Im Zuge einer breiten Kampagne des Militärrats gegen die revolutionäre Sozialisten hatte ein führendes Mitglied der Muslimbruderschaft, Tag-al-Din, die Gruppe wegen »Verschwörung zum Sturz des Staates« angezeigt. Nun wurde die Anzeige zurückgezogen. Muhammad al-Beltagi, einer der Führer der politischen Partei der Bruderschaft, verdammte die Anzeige sogar in einem Statement. Der Staat verfolgt sie aber trotzdem weiter. Ein Mitglied wurde bereits verhaftet.

Immer wenn der Militärrat neues Selbstvertrauen tanken kann, schlägt er gegen die Bewegung auf der Straße los. Letzten Sommer wurde die »6.April«-Jugendbewegung angegriffen, im Oktober der Blogger Alaa Abdel-Fattah festgenommen und erst nach Massenprotesten wieder frei gelassen.

Islamisten und Militärs sind sich einig den Generälen hinter einer parlamentarischen Fassade die wahre Macht zu überlassen. Doch innerhalb der Bruderschaft regt sich Widerstand gegen diese Politik. Die Generäle wiederum kommen durch Streiks wie jenen der Arbeiter in der Zuckerraffinerie von Armant in Bedrängnis. Die Herausforderung für die Revolutionäre ist es jetzt, Streikende und organisierte Lohnabhängige mit den jungen Aktivisten und Aktivistinnen zusammen zu bringen.

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