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Staatsgewalt | Krieg | USA | Irak

Jänner/Februar - 2012    
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Am 14.Dezember 2011 begrüßte Präsident Obama die letzten im Irak stationierten US-Truppen und erklärte, sie wären siegreich und ehrenvoll aus dem Irak heimgekehrt. Der Exil-Iraker Sami Ramadani antwortet Obama in einem offenen Brief:

»Es ist absolut nichts Ehrenhaftes oder Siegreiches daran, eine Bevölkerung 13 Jahre lang unter Blockade zu stellen und damit den Tod von Millionen von Kindern zu verursachen, ein anderes Land anzugreifen und neun blutige Jahre lang zu besetzen, dabei mehr als eine Million Menschen zu töten, Millionen Kinder zu Waisen zu machen, die Infrastruktur und die lebenswichtigen öffentlichen Dienste zu zerstören, Millionen arbeitslos zu machen und weitere der Armut preis zu geben, brutale Söldnertruppen einzusetzen. Dazu kommen noch die Förderung terroristischer Gangs und die Beförderung eines politischen Prozesses, der religiöse und ethnische Spaltungen einzementiert und verstärkt hat und sich dabei auf korrupte Parteien und Politiker stützt.«

Die USA wollen aber weiter die Zukunft des erdölreichen Landes bestimmen. In Baghdad wurde die größte US-Botschaft der Welt eingerichtet, mit tausenden Soldaten, Spionen und Söldern. Der Irak ist wirklich kein Sieg für den Westen. Die gesamte Weltbevölkerung war gegen diesen Krieg. Massendemos, größer als die gegen den Vietnamkrieg, füllten 2003 die Straßen der ganzen Welt, auch in Österreich. George Bush wird man für immer mit diesem blutigen Krieg und den Lügen über Massenvernichtungswaffen assoziieren. Die Kriegstreiber behaupteten, sie wollten die Irakis von der Diktatur befreien. Doch Kriege für geopolitische Interessen bringen keine Freiheit. Im vergangenen Jahr haben wir die Alternative gesehen: Revolutionen der einfachen Menschen im arabischen Raum haben Diktatoren gestürzt und fordern den westlichen Imperialismus heraus.

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