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Ball der Holocaustleugner in der Hofburg am Auschwitzgedenktag
Mi. 14.12.11
Bericht von der Pressekonferenz mit Ariel Muzicant und Hans-Henning Scharsach zum WKR-Ball
Am 14.12. fand in den Räumlichkeiten von SOS-Mitmensch eine Pressekonferenz zum »WKR-Ball am Holocaust-Gedenktag in der Hofburg« statt. Teilgenommen haben Hans-Henning Scharsach, Nadja Lorenz/SOS-Mitmensch, Ariel Muzicant, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde und Heribert Schiedel vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW). Ariel Muzicant betonte die Symbolik dieses Tages: Am Tag der Befreiung von Auschwitz tanzen die Holocaust-Leugner »auf sechs Millionen toten Juden«. Er ist empört, dass der Staat den WKR dieses Jahr noch stattfinden lässt, angeblich wegen bestehender Verträge und zu erwartender Strafzahlungen. Er ist der Meinung, dass seit der Demonstration am 8. Mai ein Paradigmenwechsel eingetreten sei und teilte mit, dass für den nächsten 8. Mai die Gemeinde Wien eine Gedenkkundgebung am Heldenplatz plane. Hans-Henning Scharsach erläuterte nochmals die engen Verbindungen der FPÖ zu Rechtsextremen in ganz Europa. »Burschenschaften wie die Cimbria und die Teutonia haben mittlerweile die ganze Mannschaft von Gottfried Küssels VAPO integriert. Die Mitgliederlisten lesen sich dort wie die Mitgliederlisten der ehemaligen Volkstreuen Außerparlamentarischen Opposition von Gottfried Küssel. Das sind die Herrschaften, die jetzt am Auschwitzgedenktag auf einem Ball tanzen. Mir wird schlecht.« Heribert Schiedel sprach detailliert über die rechtsradikalen Zusammenhänge und zählte einige der »ärgsten« Stammgäste des Balls auf. Nadja Lorenz , die als Anwältin einige Opfer der Polizeigewalt von antifaschistischen Demonstrationen vertreten hatte, berichtete von der absichtlichen Eskalationsstrategie der Polizei. Weiterführende Artikel:
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