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Dezember - 2011 (Di. 06.12.11)
Griechenland wurde am Donnerstag still gelegt. Der erste Streik seit der Bildung der neuen Koalitionsregierung war sehr wirksam. Es kam zu großen Demonstrationen in Athen, Saloniki und vielen kleineren Städten.
Nach der Angelobung der technokratischen Koalitionsregierung bleibt die Botschaft der griechischen Arbeiterinnen und Arbeiter dieselbe: Widerstand! Es wurde gehofft, dass die Streiks mit der neuen Regierung aufhören würden, aber dies ist nicht der Fall. Regierung und Medien beeilten sich darauf hinzuweisen, dass die Proteste nicht so groß waren wie im Oktober. Im Gegensatz zum Oktober stand diesmal jedoch nicht die Regierung auf der Kippe, was damals besonders viele Menschen auf die Straßen brachte. Auch in Anbetracht der Tatsache, dass die radikale Linke an Stelle der Gewerkschaften die Mobilisierung schulterte, können die Proteste als erfolgreich gelten. Es waren viele Anti-Regierungsslogans zu hören, niemand erwartete jedoch, dass die Regierung nach einem Tag des Protests fallen würde. Es gab keine Ausschreitungen mit eingeschlagenen Auslagen oder verschossenem Tränengas. In der Vergangenheit waren Auseinandersetzungen mit der Polizei die Folge von Agitation durch Medien und Regierung. Kurz nach Regierungsantritt wollte man jedoch keine brutale Szene, also hielt man die Polizei zurück – ein weiterer Hinweis darauf, von wem in der Vergangenheit die Gewalt ausging. Zu allen Artikeln dieser Ausgabe |
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