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Österreich | Rechtsextremismus | Revolution | Wirtschaftskrise | Griechenland | Homosexualität
Dezember - 2011 Andreas Brunner sprach über Schwulen- & Lesbenpolitik in Österreich. © Oliver Martin Der diesjährige Linkswende-Kongress »marx is muss« ist zu Ende gegangen, in einem Jahr, in dem die Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung weltweit im Aufschwung ist und das Feuer der Revolution aufflammt. Mit internationalen Gästen ist es gelungen, einen Teil dieses Feuers auch nach Österreich zu tragen. Die sich vertiefende Krise und der weltweite Widerstand zogen sich wie ein roter Faden durch den Kongress: Direkt von den Kämpfen und Streiks in Griechenland war Sotiris Kontogiannis von unserer griechischen Schwesterorganisation gekommen. Er berichtete kompetent über die Krise und die griechischen Gewerkschaftsbewegung. Über Demokratieabbau durch die konservative Fidesz und den Aufstieg der Faschisten in Ungarn sprach der Philosoph und ehemalige Dissident G. M. Tamás, während Hans-Henning Scharsach in einer flammenden Rede dazu aufrief, gegen die FPÖ aktiv zu werden. Er appellierte mit überzeugender Klarheit: »Die FPÖ ist nicht beteiligt an diesem, über alle europäischen Grenzen gehenden, neonazistischen Netzwerk – Sie ist der Mittelpunkt.« Wenig überraschend war dieses Jahr das gesteigerte Interesse an Debatten über die Krise. Die Veranstaltungen zur Krise des Kapitalismus und politischer Ökonomie waren gut besucht und lösten lebhafte Diskussionen aus. Ein großer Pluspunkt war auch der spannende und humorvolle Beitrag von Andreas Brunner vom Zentrum für schwul/lesbische Kultur und Geschichte. Er thematisierte das in der Vergangenheit oft schwierige Verhältnis von Sozialdemokratie (aber auch der radikalen Linken) und der Schwulen/Lesbenbewegung. Für Unterhaltung auf höchstem Niveau sorgte schließlich Elfriede Grömer mit ihren genialen, antifaschistischen Mundartgedichten. Viele Teilnehmer waren begeistert von unsrem Angebot. Um zwei davon zu zitieren: Tariq war angetan von unserer vehementen Ablehnung jeglicher Form von Islamfeindlichkeit und hörte Argumente, die er »gut gebrauchen kann«. Tanja war das erste Mal auf einer marxistischen Veranstaltung, kaufte sich umgehend das Buch »Die revolutionären Ideen des Karl Marx« und überlegt aktiv zu werden. Ein großes Dankeschön gilt auch wieder dem Kongress-Team, das für reibungslosen Ablauf, Transport und Verpflegung gesorgt hat. Zu allen Artikeln dieser Ausgabe |
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