AKH: Betriebsversammlung |
November - 2011 |
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Auch die Angestellten der MedUni Wien haben sich von der Unimilliarde mehr erwartet. Schon jetzt ist die Dreifachbelastung zwischen Forschung, Lehre und medizinischer Versorgung kaum zu bewältigen. Aufgrund chronischer Unterfinanzierung wird beständig Personal gekürzt, jetzt sind Journaldienste in Gefahr. Weil es in Ostösterreich keine Ersatzkapazitäten gibt, würde das längere Wartezeiten und eine massive Verschlechterung für die Betreuung von Notfällen bedeuten. In einer sehr gut besuchten nachmittäglichen Betriebsversammlung wurde festgestellt, dass auch die geplanten Einschnitte den zusätzlichen Kapitalbedarf ab 2013 nicht decken werden. Stattdessen werden Wissenschaftsminister und Finanzministerin dazu aufgefordert, die automatischen Ausgabensteigerungen abzugelten. Ein Notbetrieb, bei dem das AKH nicht voll genutzt wird, wäre nämlich auch wirtschaftlich ineffizient. Betont wurde, dass die wichtigsten Verbündeten im Kampf für bessere Bedingungen die Patienten sind. So wurden die Anwesenden angehalten, ihre Patienten über die Lage am AKH aufzuklären und um Unterstützung zu werben. Falls Kontakte zu Personen des öffentlichen Lebens bestehen, sollten auch diese genutzt werden. Scherzhaft wurde die Möglichkeit erwähnt, sich von der Gewerkschaft eine Spendendose auszuborgen und mit dieser am Wiener Gürtel sammeln zu gehen. Aber auch von den mitbetroffenen Studierenden wird Aktivität erwartet, etwa in Form von Protesten. Schließlich sind deren Berufsaussichten aufgrund von befristeten Verträgen stark getrübt. Die gegen Schluss ausgeteilten Unterschriftenlisten für MedUni-Wien-Mitarbeiter wurden bereitwillig angenommen. Der Termin der nächsten Betriebsversammlung wurde angekündigt. |
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