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November - 2011 (So. 20.11.11) © Kurt Gander << (1/6) >>
Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat am Freitag, den 11. November 2011 vor der gewaltigen Studierendenbewegung kapituliert und bedingungslos die geplante Teilprivatisierung und Entdemokratisierung der Hochschulen zurückgenommen.
Seit 12. Oktober befinden sich über eine halbe Million Studentinnen und Studenten auf den Barrikaden. Der nationale Studierendenausschuss MANE rief den unbefristeten Streik aus: »So lange bis die Regierung das Gesetz zurücknimmt und demokratische Reformen garantiert!« Am Tag vor Präsident Santos’ Rückzieher setzte neuerlich eine gewaltige Protestwelle ein. Santos versuchte noch die Studierendenvertreter an den Verhandlungstisch bringen. Davon unbeeindruckt meinte die Streikführung, der Streik könne frühestens am Samstag eingestellt werden, wenn das Streikkomitee wieder zusammentreten würde. Santos nahm daraufhin am Freitag schlagartig alle Reformen zurück. Dieser Sieg der Studierenden ist ein schwerer Schlag für die von den USA unterstützte Regierung und bedeutet damit eine Destabilisierung des Bollwerks gegen die linksgerichteten Länder Bolivien und Venezuela. Der Erfolg wird sich auch auf andere Bewegungen Lateinamerikas – wie die Studentenproteste in Chile – auswirken. Weiterführender Artikel:
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