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Krieg | USA | Nahost-Konflikt | Iran
November - 2011 (So. 20.11.11) Einem Bombardement Irans müssten Bodentruppen folgen © Washington Times
In den letzten Wochen hat das Säbelrasseln westlicher und israelischer Politiker gegen den Iran wieder bedenklich an Intensität zugenommen. Warnungen vor den katastrophalen Auswirkungen eines Angriffs auf die Region kommen vom ehemaligen Mossad-Chef Meir Dagan und von amerikanischen Generälen. Iranische Oppositionelle, die unter der Repression zu leiden haben, wie beispielsweise Hadi Ghaemi von der Kampagne für Menschenrechte im Iran und viele andere sprechen sich gegen einen Angriff aus, der die Menschenrechtssituation und die Lage der Opposition verschlimmern würde. Doch ein Teil der herrschenden Eliten will den Krieg unbedingt, die britische Armee trifft bereits konkrete Vorbereitungen und Israels Premierminister ist so erpicht auf den Krieg, dass sogar viele seiner Landsleute es mit der Angst zu tun bekommen.
Wieder einmal wird der Iran beschuldigt, Atomwaffen herzustellen. Die Rethorik erinnert frappant an die »Beweise«, die dem blutigen Irak-Desaster vorangingen. Außerdem ist die westliche Argumentation sehr heuchlerisch angesichts der Tatsache, dass der enge US-Verbündete Israel die einzige Atommacht in der Region ist (und niemals irgendwelche Atomwaffen-Sperrverträge unterschrieben hat). Die Sanktionen gegen den Iran sollen nach dem Willen von USA, UNO und EU verschärft werden – Sanktionen, die schon bisher, gemeinsam mit Ahmadinedschads neoliberaler Politik, das Leben für die iranische Bevölkerung schwer machen. Veränderung im Iran kann nur von innen kommen. Die iranische Opposition hat schon gezeigt, wozu sie fähig ist, als 2009 die »grüne« Bewegung in den Straßen explodierte. Dieses Jahr haben sich dieselben Aktivisten und Aktivistinnen mit dem »arabischen Frühling« solidarisiert. Jeder Angriff auf den Iran würde nicht nur eine Katastrophe für die Iraner und Iranerinnen bedeuten, sondern für die gesamte, revolutionäre Welle. Weiterführende Artikel:
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