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November - 2011 (So. 13.11.11)    
       


© pixelio.de (Sebastian Baryli)

Wo lernen Ute Bocks Flüchtlinge Deutsch und bekommen Aus- und Weiterbildungen? Wo probt das Augustin-Straßentheater? Wo vernetzen sich die rüstigen Senior/innen der Grauen Panther? Wo gibt es eine Musikschule für Roma- und Sintimusik? Wo können antikapitalistische Gruppen wie Linkswende ihren Kongress oder Treffen abhalten? Wo ist eine der längstgedienten Kindergruppen? Im Amerlinghaus!

Das Amerlinghaus, Verein Kulturzentrum Spittelberg, ist seit Jahrzehnten eine Institution. Selbstorganisierte Projekte, kritische Basiskulturarbeit, antirassistische, interkulturelle und soziale Vereine finden hier Unterkunft und Unterstützung.

Das gemeinnützige Amerlinghaus ist nun massiv bedroht. Ausgerechnet die rot-grüne Stadtregierung macht dem traditionellen alternativen Kultur- und Kommunkationszentrum Amerlinghaus eine Zukunft unmöglich. Schon zu Sommerbeginn konnte eine Räumungsklage nur knapp abgewehrt werden. Die Gehälter der Angestellten werden jetzt nicht mehr bezahlt, in Teilen des Hauses gibt es bereits keinen Strom mehr.

Das Amerlinghaus, das seit Jahren vergeblich um die dringend notwendige Wertanpassung der Subvention an die Inflation verhandelt, ist vom jüngsten Vorschlag der Gemeinde Wien existentiell bedroht.

Stadtregierung will am Spittelberg Kommerz pur



Die Stadtregierung schlägt nämlich plötzlich vor, das Haus in dieser Form aufzulösen und große Teile des Hauses in bester Lage der GESIBA zur gewinnbringenden Verwertung zu übergeben. Um Druck für die kapitalistische Verwertung und Kommerzialisierung zu erzeugen, werden nun notwendige Gelder zurückgehalten. Als Hintergrund für die neue Strategie der Stadtregierung vermutet der Verein der das Amerlinghaus betreibt: Die Gemeinde-eigene GESIBA musste jüngst auf politischen Wunsch der Stadt Wien Millionenverluste im Shopping-Center Gasometer schlucken. Offenbar sollen nun Teile der Verluste durch eine Verwertung des Amerlinghauses am Wiener Spittelberg aufgefangen werden. Es ist schon sehr demaskierend, wofür anscheinend das große Geld vorhanden ist und vergleichsweise kleine Summen eingespart werden.

Die über 50 betroffenen Gruppen, Initiativen und Projekte sind nicht zahlungskräftig genug um sich in anderen Räumen einzumieten. Die Mitarbeiterinnen des Vereins wären arbeitslos. Ein interkulturelles, offenes und kritisches Zentrum als Teil der emanzipatorischen Kultur in Wien soll, wenn es nach rot-grün, zerstört werden! Das freut vor allem die FPÖ, die seit langem gegen das Amerlinghaus hetzt. Nun heißt es das Amerlinghaus mit Solidarität und Widerstand zu retten. Helft mit, erhöht den Druck auf SPÖ und Grüne! Eine Möglichkeit dazu sind Protestemails:

www.linkswende.org/Div/protestmail

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