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Demobericht: 8. Mai 2011 – Sieg über Faschismusanhänger

So. 08.05.11    
       


© linkswende.org (OliverMartin)
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Neonazis trauerten heuer nicht nur wegen der Kapitulation der Faschisten am 8. Mai 1945. Dabei hatten sie sich alles so schön vorgestellt. Am »Totengedenken« der Ewiggestrigen sollte dieses Mal, nach 2004, wieder FPÖ-Obmann Strache die Festrede halten. Das Totengedenkens, das jedes Jahr der Wiener Korporationsring organisiert, wurde heuer von Martin Grafs rechtsextremer Burschenschaft Olympia durchgeführt wurde. Aufgerufen wird auch von der Nazi Homepage Alpen-Donau.

Strache verteidigte noch am Freitag seinen Auftritt »vor lauter honoriger Herren«.



Am Sonntag sagte H.C. Strache überraschend seine Brandrede ab. Strache hat wohl nach Medienberichten erkannt, dass das offene zur Schau stellen von nationalsozialistischem Gedankengut potenzielle Wähler/innen abschreckt. Mit der Wahlniederlage von »Kellernazi« Barbara Rosenkranz ist schon der letzte Versuch Rechtsextremismus salonfähig zu machen gescheitert. Strache sei kurzfristig zu einem ominösen »Auslandstermin« gereist, behauptete die FPÖ. Die Rede hielt der Wiener FPÖ-Abgeordnete und Bundesheer-Brigadier Wolfgang Jung dann statt Strache. Von der FPÖ kamen die üblichen Verdächtigen wie Wiens Klubchef Johann Gudenus, sein verurteilter Vater John Gudenus und natürlich der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf.

Breites Bündnis schützt vor Übergriffen



Ein breites Bündnis von der Sozialistische Jugend bis ÖH, von den Grünen bis zur Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) und viele mehr hatten zum Protest aufgerufen. Das war auch der Grund warum die Demonstration erstes groß war und zweitens die Polizei sich zurück halten musste. Ohne die IKG wäre es wohl anders gelaufen, denn wie schon beim WKR-Ball, hatte die Polizei im Vorfeld bereits Stimmung gemacht und den Medien von zu befürchtenden Ausschreitungen berichtet. So konnte die Staatsgewalt nur die Ewiggestrigen vor den zahlenmäßig weit überlegenen Antifaschist/innen schützen. Die Demonstration gegen das Neonazi Gedenken am Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus war sehr erfolgreich. 2.500 Antifaschistinnen und Antifaschisten beteiligten sich an der Demo. Auf der anderen Seite standen 200 bis 250 Ewiggestrige schwer enttäuscht.

tvthek.orf.at/programs/1203-Zeit-im-Bild/episodes/2221107-Zeit-im-Bild/2225549-Strache-haelt-Rede-nicht

       




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