In den letzten Jahren (besonders seit den Anschlägen vom 11. September 2001) hat das Wort »Islam« eine derartige Symbolkraft bekommen, dass es vielfache Assoziationen hervorruft. Auf der Linken wird das Verhältnis zum Islam und zur neuen Islamfeindlichkeit ganz unterschiedlich behandelt. Diese Broschüre möchte einen Beitrag zu dieser Diskussion leisten. Muslime sind in den vergangenen Jahren immer häufiger Opfer rassistischer Anfeindungen und Übergriffe gewesen.
Stefan Ziefle und Marwa Al-Radwany informieren zu Beginn über die Hintergründe zunehmender Islamfeindlichkeit. Volkhard Mosler beleuchtet das Verhältnis der Linken zur Religion. Am Beispiel von Marx und anderen Sozialisten versucht er, die Erfahrungen von damals für heute fruchtbar zu machen.
Abschließend zeigt Dave Crouch in dem Text »Die Bolschewiki und der Islam«, was die Analyse der Religion als widersprüchliches Phänomen für die praktische Politik bedeuten kann. Die Bolschewiki nahmen in diesen Anfangsjahren praktizierende Muslime mit offenen Armen in die Kommunistische Partei auf, und arbeiteten mit islamischen Organisationen zusammen, um gegen Unterdrückung zu kämpfen.
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