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Arbeitskampf | Geschichte | Revolution | Frankreich

Mai - 2010    
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Erstürmung der Bastille während der Französischen Revolution

Die französische Monarchie herrschte über 1.000 Jahre und genoss seit mehr als 140 Jahren eine nicht herausgeforderte Machtstellung. Louis XIV galt getreu seines Ausspruchs »L’état, c’est moi – der Staat bin ich« als Verkörperung des fortwährenden Absolutismus.

Im Sommer 1789 begann diese Macht auseinander zu bröckeln, als der König neuerlich die Steuern erhöhen wollte. Die Repräsentanten des dritten Standes (Bürger und Arme) weigerten sich und deklarierten sich selbst als Nationalversammlung.

Beginn



Am 12. Juli demonstrierten Menschenmassen aus den ärmeren Teilen von Paris. Mit dem Fall der Bastille zwei Tage später hatte die Revolution die französische Hauptstadt erobert. Die Massenbewegung ermutigte die Nationalversammlung, einerseits die Abschaffung des Feudalismus und andererseits die »Deklaration der Menschen- und Bürgerrechte« zu beschließen. Trotz allem bestand die Führung immer noch aus den offiziellen Repräsentanten des dritten Standes, die so gut es ging versuchten, die Veränderungen in Zaum zu halten und gegen die Interessen der Massen zu agieren. Deshalb, aber auch aufgrund der Nahrungskürzungen, Preiserhöhungen und Arbeitslosigkeit wuchs der Unmut der Massen. Eine Reihe von politischen Clubs – allen voran die der Jakobiner und die Cordeliers – gewannen zunehmend an Einfluss gegenüber der Regierung. Diese wiederum ging immer repressiver vor und verbot sogar Gewerkschaften und Streiks.

Neue revolutionäre Welle



Die Furcht vor einer Konterrevolution nach der Kriegerklärung an Österreich und Preussen trieb eine neue Welle von Protesten an. Tausende Bürgerinnen und Bürger, die nicht einmal wählen durften, organisierten sich in ihren Sektionen, es gab Massenversammlungen in den Pariser Bezirken. Nicht nur die Ärmsten sondern auch radikale Teile des Mittelstands, angeführt von Robespierre, Danton und Marat sahen, dass nur eine weitere Revolution sie vor einer Niederlage bewahren würde. Mit dem Tuileriensturm, an dem zehntausende Sansculottes (Arbeiter und Kleinbürger) und ebenso viele ehemalige Anhänger der konstitutionellen Monarchie teilnahmen, erlangten die Pariser Massen wieder die Kontrolle über die Stadt. Die Krise 1972 gipfelte in der Proklamation der Republik und der Exekution des Königs.

Allianz mit den Massen



Um die Revolution weiter zu tragen mussten die Jakobiner, die aus dem Mittelstand kamen, eine Allianz mit den Pariser Massen schmieden. Zugeständnisse gegenüber den Bauern waren nötig, auch wenn dies Maßnahmen gegen die bürgerlichen Interessen beinhaltete. Diese Allianz war ein entscheidender Faktor: Die Pariser Sektionen wurden so zum Zentrum der Macht und die Jakobinische Führung zur Regierung Frankreichs. Unter dem Druck der Sansculottes war die Jakobiner Führung auch gezwungen weitere revolutionäre Maßnahmen zu setzen – beispielsweise die Einführung von progressiven Steuern.

Die Jakobiner versuchten zwischen den Massen, die sie an die Macht gebracht hatten, und den Interessen ihrer eigenen Klasse zu balancieren. Mit Terror, dessen Ausmaße in der Literatur stark übertrieben werden, versuchten sie, die Revolution zu verteidigen und gleichzeitig die Massen davon abhalten, ihr Schicksal in in die eigenen Hände zu nehmen.

Folgen



Die Französische Revolution inspirierte ganz Europa, die ganze Welt. Das Erbe der Revolution überlebte die Niederlage und formte die moderne Welt wie nur wenige Ereignisse zuvor.

von Rafaela Kupfner

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