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Die Ursprünge der Internationalen Sozialisten


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Die Weiterentwicklung der Theorien Trotzkis nach 1945



Nach dem Zweiten Weltkrieg standen die Anhänger des russischen Revolutinärs und Stalin-Gegners Leo Trotzki vor einem dreifachem Dilemma. Trotzki, der auf Stalins Befehl 1940 ermordet worden war, hatte vorausgesagt, dass die stalinistische Sowjeunion nach dem Krieg aufgrund politischer Instabilität erschüttert würde, dass der Westen in schwere ökonomische Krisen stürzen würde und dass in der »dritten Welt« die nationale Befreiung nur durch die Arbeiterklasse siegreich errungen werden könnte. Statt dessen dehnte Stalin das russische Imperium nach Osteuropa aus, der Westen trat in den »langen Boom« ein und nationale Befreiungsbewegungen kamen ohne aktives eingreifen der Arbeiterklasse an die Macht.

Tony Cliff (1917-2000), Gründungsmitglied der Internationalen Socialists (später Socialist Workers Party) in Grossbritannien, legt dar, wie die klassische marxistische Tradition, die von Trotzki unter den schwierigsten Bedingungen in den 1930er Jahren lebendig erhalten wurde, weiterentwickelt werden muss, um die neue Lage, vor der revolutionäre Sozialisten standen, zu erklären.

Revolutionäre mussten das Wesen seiner Theorie bewahren, indem sie eine sklavenhafte Treue gegenüber Trotzkis Worten ablehnten, die Analyse Russlands als staatskapitalisches System, die Analyse der rolle der Rüstungsausgaben bei der Unterstützer des lange Booms und die Erklärung des Schicksals der nationalen Befreiungsbewegungen der dritten Welt waren das Ergebnis des Versuchs, die Nachkriegswelt und ihre Widersprüche zu verstehen.

Cliff liefert nicht nur eine glänzende Einführung in die Theorie über die Nachkriegswelt und ihre Wechselbeziehung – er erklärt auch wieso ein Verständnis davon heute weiterhin relevant bleibt. Gerade nach dem Fall der Berliner Mauer, nach der Zerstörung der stalinistischen Regime durch die Arbeiter in Osteuropa und dem wachsendem Widerstand gegen die immer schärferen Angriffe des globalen Kapitalismus gewinnen die Theorien Cliffs ein neues Gewicht. Sie erklären, warum heute Arbeiterdemokratie und internationaler Sozialismus kein ausgeräumter Traum, sondern eine realistische Alternative sind.

Inhalt:
  • Das Problem erkennen
  • Staatskapitalismus
  • Permanente Rüstungswirtschaft
  • Umgelenkte permanente Revolution
  • Das Erbe
  • Schlussfolgerung
von Tony Cliff (Trotskyism after Trotzsky. The origins of the International Socialist' London 1999)
Redaktionelle Bearbeitung: Stefanie Haenisch






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