Mit der Novemberrevolution 1918 wurde Deutschland zum Zentrum der revolutionären Massenbewegungen, die nach dem ersten Weltkrieg und der russischen Oktoberrevolution international entbrannten. Der damalige britische Premierminister, Lloyd George, beschrieb: »Die gesamte bestehende Ordnung wird in politischer, sozialer und ökonomischer Hinsicht von einem Ende Europas bis zum anderen von den Massen in Frage gestellt.«
Die blutige Unterdrückung der Novemberrevolution war nicht das Ende der deutschen Revolution, sondern Auftakt eines sich über fünf Jahre erstreckenden Machtkampfes zwischen der revolutionären Arbeiterbewegung und der alten Ordnung. Chris Harman beschreibt die Ereignisse dieser spannendsten Jahre der deutschen Geschichte, die Politik der SPD und die Entwicklung der KPD von einem isolierten Grüppchen zu einer mächtigen Massenpartei. Dabei analysiert er, warum es nicht gelang, die Revolution zum Sieg zu führen. Ein Meisterwerk über revolutionäre Strategie und Taktik.
Chris Harman, der Herausgeber des International Socialism Journal, ist am Freitag, den 6. November 2009 in Kairo verstorben. Er war einer der klarsten Autoren der marxistischen Tradition des späten…
Marcel Bois und Florian Wilde über die deutsche Revolution im November 1918 und ihr Scheitern. : Ende Oktober 1918: Die Matrosen der in Kiel und Wilhelmshaven liegenden Hochseeflotte verweigern…
»Erschlug man Luxemburg und Liebknecht, erschlug man die Revolution«, so meint Klaus Gietinger, der 1995 endlich – fast acht Jahrzehnte nachher – den Tathergang vom 15. Januar 1919 restlos…