Die vorliegende Broschüre ist eine marxistische Analyse des sog. »islamischen Fundamentalismus«, welchen Chris Harman zu Recht als »politischen Islam« bezeichnet. Als die Broschüre 1994 geschrieben wurde, wurde der Islam von den westlichen Eliten zunehmend als Ersatz für das alte Feindbild Kommunismus herangezogen. Spätestens seit dem 11. September 2001 und Bushs »War on Terror« ist Islamfeindlichkeit zur wichtigsten Rechtfertigungsstrategie der militärischen Interventionen im Nahen und Mittleren Osten geworden.
Innerhalb der Linken sorgte das Phänomen politischer Islam für Verwirrung: Auf der einen Seite wurde er als eine Form des nationalen, antiimperialistischen Befreiungskampfes gesehen, den es als bedingungslos zu unterstützen galt. Auf der anderen Seite schimpften ihn einflussreiche Kritiker als faschistisch, so etwa Alice Schwarzer.
Chris Harman verwirft beide Positionen. In sorgfältig marxistischer Manier hat er die Klassenbasis und sozialen Wurzeln des politischen Islam herausgearbeitet. Darauf aufbauend zeigt er, dass islamistische Bewegungen als vielschichtige Antwort auf Imperialismus verstanden werden können und sich deren Basis und Strategien ständig im Wandel befinden.
Inhalt:
Islamischer Fundamentalismus, Klasse und Revolution
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